Sickerschächte können als Kunststoff- oder Betonvariante gestellt werden. Die Versickerung erfolgt über eine wasserdurchlässige Schicht am Boden und seitlich im umgebenden Kiesbereich des Schachtes. Gegenüber der Verwendung einer Rigole ist die große Tiefe beim Einbau zu beachten.
Die Muldenversickerung ist eine dezentrale Versickerungsmaßnahme mit kurzzeitiger oberirdischer Speicherung des Regenwassers in dauerhaft begrünten, beliebig geformten Mulden. Das anfallende Regenwasser wird über oberirdische Rinnen einer Geländevertiefung (Mulde) zugeführt, deren Tiefe zwischen 20 und 30 cm beträgt. Die Muldenversickerung wird i.d.R. dann angewendet, wenn der Boden einen ausreichend guten Infiltrationswert aufweist und genügend Grünfläche zur kurzzeitigen Speicherung zur Verfügung steht. Bei Rigolen erfolgt die Versickerung direkter, indem die der Untergrund auf eine schnellere Aufnahme des Wassers vorbereitet wird.
Sickersteine dienen der unterirdischen Speicherung und Versickerung des Regenwassers. Hierzu können Sickerblocksteine oder Sickertunnel verwendet werden, die eine Auffangkapazität von >90% des Volumens bilden. Die Ableitung des Wassers erfolgt im Gegensatz zu Sickermulden direkt in den Boden so dass keine sichtbaren Versickerungsflächen vorgehalten werden müssen. Die Versickerung erfolgt im Gegensatz zu Sickerschächten zu allen Seiten und somit deutlich schneller. Die Verbringung der unterirdischen Speicher kann so realisiert werden, dass die Flächen auch von Fahrzeugen überfahren werden können.